20. Juli 2024

Blutige Hände

Passionsspiel aus dem Jahre 2004
In den Bergen um Jerusalem bereiten die Zeloten den Aufstand vor. Judas soll Jesus dazu bringen das Zeichen zum Aufstand zugeben. Währenddessen wollen die Römer und die Hohepriester für die nötige Ruhe zum Passahfest sorgen. Und für gute Geschäfte.

Personen:
– Osabbi Ben Levin – Anführer der Zeloten
– Judas Iscariot – Zelot und Jünger Jesu
– Claudius Denarius – Waffenhändler und Wucherer
– Pontius Pilatus – Prokurator
– Claudia – seine Frau
– Rahel – ihre Dienerin
– Hella – eine griechische Sklavin
– Romulus Titus – Centurio
– Wachsoldat (diese Rolle kann mit entsprechender Textänderung von Rahel und/oder Hella übernommen werden)

Auf der Bühne ist ein Zimmer aus dem Palast des Prokurators Pilatus aufgebaut. Die Bilder 1, 3 und 6 spielen in den Bergen um Jerusalem. Bei ausreichend Platz kann eine zweite, kleine Bühne aufgebaut werden, ansonsten können diese Szenen auf der Kanzel, Empore oder im Gang gespielt werden. (oder „Wanderbühne“)

1. Bild – in den Bergen um Jerusalem

Claudius: (kommt zusammen mit Osabbi Ben Levin) Macht euch keine Gedanken. Die Ware wird morgen eintreffen, also pünktlich wie vereinbart. Beste Qualität aus Damaskus. Damit könnt ihr eine Rüstung zerschneiden wie ein Fladenbrot.

Osabbi: Das will ich hoffen. Die Tausend Talente Silber bringt euch morgen ein Bote in die Stadt. Wo kann er euch finden?

Claudius: Ich werde tagsüber auf dem Tempelmarkt sein. Mein Platz ist am Norddurchgang. Nicht zu verfehlen.

Osabbi: Dann wünsche ich euch gute Geschäfte.

Claudius: (bemerkt den kommenden oder bereits wartenden Judas – zu Osabbi) Wer ist dort? Es ist besser, wenn mich niemand bei Euch sieht. Von unserem Handel muß niemand etwas wissen. Ihr entschuldigt mich jetzt. (ab)

Osabbi: (geht zu Judas) Was bringst du für Nachrichten?

Judas: Sei mir gegrüßt, Osabbi Ben Levin, Anführer der Freiheit. Es läuft so, wie ihr es vorausgesagt habt.

Osabbi: Ist er also auf dem Weg.

Judas: In ein, zwei Tagen wird er in Jerusalem sein. Nur …

Osabbi: Was nur?

Judas: Ich glaube nicht, das er das Volk zu den Waffen, zum Kampf aufrufen wird. Es ist irgendwie nicht seine Art.

Osabbi: Das muß er auch nicht. Er muß nur etwas sagen, was man in die Richtung auslegen kann. Den Rest mache ich. Das Volk hält ihn für den Messias. Es reicht, wenn er ein Wort sagt. Wir Zeloten sind das Schwert. Und es ist unsere Heilige Pflicht, das Land von den Römern zu befreien. Von den röm. Soldaten und von allen Dingen, die diese Ungläubigen in unser Land gebracht haben. Wir können es nicht länger dulden, das sie mit ihrer unmoralischen Lebensweise den Geist unserer Jugend beeinflusssen und alle unsere Werte, unseren Glauben mit Füssen treten.

Judas: Haben unsere Krieger genug Schwerter und Speere?

Osabbi: Wenn sie nicht reichen, werden wir die Römer mit blossen Händen erwürgen. Und wir werden trotzdem siegen. Denn unser Kampf ist gerecht. Er ist Heilig. Aber bis Passah werden wir genügend Schwerter haben. Und nach Passah schlagen wir los.

Judas: Wird uns der, mit dem Ihr vorhin gekommen seid die Waffen liefern?

Osabbi: Du meinst Claudius Denarius. Ja!

Judas: Ein Römer? Ein Römer liefert uns die Waffen, mit denen wir die Römer töten werden? Weiß er das?

Osabbi: Ich denke Ja.

Judas: Alle Achtung. Wenn er ein Jude wäre, würden wir ihn einen Verräter nennen. Und steinigen. Wie nennt man einen Römer, der uns hilft seine Landsleute zu töten.

Osabbi: Einen Diener Mammons. Gleich ob Römer, Grieche, Ägypter, oder Jude, wer Mammon dient hat kein Volk und kein Vaterland. Und der kennt keine Moral und keine Ehre. Er gehört mit Leib und Seele dem Mammon. Er ist ein Räuber und Totschläger und sitzt doch mit den angesehensten Leuten wie ein Freund an einem Tisch.

Judas: Mammons Diener! Und mit so einem machst du Geschäfte?

Osabbi: Es dient unserer heiligen Sache!

Judas: ER warnt uns immer wieder, dem Mammon zu dienen. Wer Mammon dient, hat er gesagt, kann niemand anderem dienen. Weder Gott noch den Menschen. – Ich muß zurück. Niemand soll merken, das ich weg war.

Osabbi: Gut. Gehe. Aber halte mich auf dem laufenden. Ich werde dir Boten schicken, die dir sagen, wo du mich finden kannst. Und vergiß nicht, du mußt ihn dazu bringen, daß er das Zeichen zum loschlagen gibt. Wie du das machst, ist deine Sache. (ab)

Judas: Ich werde mich bemühen. (ab)

2. Bild (Palast des Pontius Pilatus)

Claudia: Rahel! Rahel!

Rahel: Herrin, ihr habt gerufen!

Claudia: Mein Mann erwartet heute Abend Gäste. Bereite das gelbe Zimmer vor, laß die Tische decken und sage Maximus wegen dem Wein bescheid. Er soll auf dem Markt welchen besorgen, guten Wein.

Rahel: Ja Herrin.

Claudia: Und gehe zur Schneiderin. Sie soll mein neues Kleid bis heute Abend fertig machen. Sage ihr, ich komme heute Nachmittag noch zur Anprobe. Es muß unbedingt heute fertigwerden. Ich habe sonst nichts anzuziehen.

Rahel: Ja Herrin.

Claudia: Und dann gehe zu Sabine und richte ihr aus, das ich sie morgen Nachmittag zu mir bitte. Ich will mit ihr das Programm zu diesem jüdischen Fest, wie heißt das doch gleich?

Rahel: Passah, Herrin.

Claudia: Ist ja auch egal, also ich will das Festprogramm besprechen. Uns Römer gehen ja eure Feste und Bräuche nichts an, aber wenn man schon mal im Land ist. Warum soll man das da nicht mitnehmen. Wenn es dem Kaiser einfällt, beruft er meinen Mann nächste Woche schon wieder hier ab und schickt ihn ans Ende der Welt. Obwohl, noch langweiliger wie in eurem Judäa kann es ja nirgends auf der Welt sein. Höchstens noch in diesem kalten, nassen, barbarischen Germanien.

Rahel: Wie ihr wünscht, Herrin.

Claudia: Was stehst du hier noch rum, tue was ich dir aufgetragen habe.

Rahel: Ja Herrin. (ab)

Claudia: (setzt sich erschöpft nieder) Ich muß mit meinem Mann reden. Diese jüdische Dienerin ist eine Zumutung. Er muß mir auf dem Sklavenmarkt eine Griechin versorgen. Koste es was es wolle. Ein bißchen Kultur brauche ich einfach. Gerade hier am Ende der Welt.

Pilatus: (betritt das Zimmer) Claudia, Du mein duftenden Morgen.

Claudia: Gut das du kommst. Ich brauche eine neue Sklavin. Eine Griechin. Ich halte das hier nicht länger aus.

Pilatus: Ich werde sehn was ich tun kann. Du weißt doch, das ich dir nichts abschlagen kann.

Wachsoldat: (tritt ein, grüßt millitärisch) Prokurator, der Centurio Romulus Titus ist eingetroffen und möchte euch sprechen.

Pilatus: So früh schon, lasst ihn ein.

Wachsoldat: zu Befehl. (ab)

Romulus: (tritt ein) Salve Prokurator. Die Verstärkung eurer Schutztruppe aus der Garnissionen Tyrus ist eingetroffen und erwartet deine Befehle.

Pilatus: Ihr seid dieses Mal früher als andere Jahre. Ich habe euch erst heute Abend erwartet. Nun, seid mir willkommen. Die Truppe kann in ihre Quartiere gehen. Ab Morgen will ich sie auf Patroullie in den umliegenden Bergen einsetzten. Meine Späher berichten, das sich die Zeloten dort oben sammeln. Insbesondere dieser Osabbi Ben Levin ist dingfest zu machen. In einigen Tagen feiern diese Juden ihr Passah – Fest. Da will ich Ruhe in der Stadt.

Romulus: Wie ihr befehlt, Prokurator.

Pilatus: Soweit das dienstliche. Und jetzt: Sei mir willkommen, alter Freund. Ich freue mich dich wieder zu sehen.

Romulus: Die Freude ist ganz meinerseits, Pilatus. (reichen sich die Hände – zu Claudia) Claudia, schön und reizend wie immer.

Claudia: Laß das nicht meinen Mann hören, sonst wird der eifersüchtig.

Pontius: Damit das nicht geschieht, las ich euch allein. Ich habe noch zu tun. Der Hohepriester will mich nachher sprechen. Immer wenn der sich ankündigt, habe ich das Gefühl, es gibt Ärger.

Romulus: Du magst ihn nicht besonders.

Pilatus: Im Gegenteil. Ich liebe diesen Mann, aber nur dienstlich. Diese Priester sind verschlagene, durchtriebene Politiker. Ein falsches Wort, und schon ziehen die einem Fell über die Ohren.

Romulus: Du bist doch aber auch kein Waisenknabe. Wenn ich daran denke, was du in Rom alles auf die Beine gestellt hast und den werten Senatoren abgetrotzt hast. Mein lieber Schwan.

Pilatus: Ja Rom, aber hier ist Jerusalem. Ich muß. (ab)

Claudia: Romulus, schön das du da bist. Endlich ein bekanntes, liebes Gesicht. Hast du dich in Tyrus eingelebt.

Romulus: Ich denke schon. Die Kasernen sind überall gleich, ob in Rom, Karthago, Athen oder hier. Aber, Claudia, ich habe noch eine Überraschung für dich. Auf meinem Weg habe ich jemanden getroffen. Einen alten Bekannten. Du wirst nicht erraten wen.

Claudia: Vielleicht doch. Ich habe einen Brief bekommen, von einem guten Bekannten aus Rom. Er ist geschäftlich in Jerusalem.

Romulus: meine Überraschung heißt Clau…

Claudia: …dius Denarius.

Romulus: Ja.

Claudia: Er kommt heute Abend zu uns. Du doch hoffentlich auch.

Romulus: Selbstverständlich. Doch jetzt muß ich zu meiner Truppe. Du entschuldigst mich.

Claudia: Ich begleite dich noch zum Tor. (beide ab)

3. Bild (in den Bergen)

Osabbi: (wartet auf Judas, als der kommt) Ich dachte schon, du kommst nicht mehr

Judas: Sei mir gegrüßt, Osabbi Ben Levin. Die Wege wimmeln von Römern. Ständig ziehen neue Kohorten nach Jerusalem. Es heißt, sie sollen Anchläge verhindern.

Osabbi: Ich weiß. Was hast du erreicht, rede.

Judas: Er ist gestern in Jerusalem eingezogen. Es war gigantisch. Das Volk hat an den Strassen gestanden und gejubelt. Es war wie bei einer phantastischen Prozession. Palmzweige hat man aberissen und auf den Weg gelegt. Die Menschen haben ihre Mäntel auf die Strasse geworfen, damit er den Boden nicht berühren mußte. Und zugejubelt haben sie ihm. Immer und immer wieder. Selbst die Priester waren relativ zurückhaltend. Nur einmal haben sie versucht für Ruhe zu sorgen und ihn aufzuhalten. Aber dann hätten wohl die Steine weitergeschrien und gejubelt. Man kann das eigentlich gar nicht beschreiben, man muß es selber erlebt haben.

Osabbi: Ich habe es erlebt.

Judas: Du warst in Jerusalem? Die Römer haben eine Kopfprämie auf dich ausgesetzt.

Osabbi: Ich weiß. Aber solange ich ihre Schachzüge rechtzeitig erfahre, werden sie mich nicht kriegen. Was schaust du so. Im Vertrauen, ich habe Augen und Ohren direkt im Palast des Pilatus. Übrigens, was sollte eigentlich die Nummer mit dem Esel?

Judas: Was meinst du?

Osabbi: Er soll den Befehl zum Aufstand geben! Und dann reitet er auf einem Esel! Der Messias und Heerführer auf einem Esel! Hat man so was schon gesehen? Konntet ihr kein Pferd auftreiben, so wie es sich für einen Anführer gehört.

Judas: Ich sagte dir schon das letzte mal, ich glaube nicht das er …

Osabbi: Du bist unser Mann bei ihm. Sorge gefälligst dafür, das er den Befehl gibt. Und er soll solches Geschwätz lassen wie: Liebet eure Feinde, segnet die euch verfluchen. Damit können wir keinen Krieg gewinnen In den alten Schriften heißt es Auge um Auge und Zahn um Zahn. Und danach werden wir handeln. Für jeden den die Römer getötet haben werden wir einen Römer töten. Für jedes Kind, das irgendwo verhungert, wird in Rom eine Mutter um ihr Kind weinen. So werden wir es halten. Und auch wir werden dann keine Mitlied und keine Gnade kennen. Der Götzendienst, den die westlichen Völker betreiben wird sie selbst verschlingen. Dafür werden wir sorgen.

Judas: Du verstehst ihn nicht. Er will keinen Krieg, sondern seinen Feind gewinnen.

Osabbi: Es geht auch nicht darum, diesen Jeshua zu verstehen. Es geht darum, ihn in den Dienst unserer Sache zu stellen. Er hat das Volk hinter sich. Ein Wort von ihm, und wir sind frei.

Judas: Dieses Wort wirst du nicht hören. Er lässt sich nicht einfach vereinnahmen. Auch wenn das viele möchten.

Osabbi: Ist er der Messias oder nicht. Ich erinnere Dich an deine eigenen Worte. Und an deinen Schwur bei uns Zeloten.

Judas: Er ist es.

Osabbi: Dann wird er uns befreien, von den Römern und von ihrer Kultur.

Judas: Er wird uns befreien, da bin ich mir sicher. Nur wie das geschehen wird, das habe ich bis jetzt nicht verstanden.

Osabbi: Pass auf, dann erkläre ich dir jetzt, was du tun mußt. Am besten am Abend nach dem Passahmahl. Höre gut zu und vermassel es nicht wieder. Komm. (beide ab)

4. Bild Im Palast

Claudia: (kommt mit ihrer neuen Sklavin Hella) Und du bist in Athen aufgewachsen.

Hella: Ja Herrin, unser Haus stand direkt unterhalb der Akropolis. Ich beherrsche alle Hausarbeiten, bin ausgebildete Tänzerin und habe die Philosophen gelesen.

Claudia: Gut, du bist ab sofort für meine persönlichen Dinge verantwortlich. Gehe zu Rahel, sie soll dich in deine Arbeiten einweisen.

Hella: Ja Herrin. (ab)

Pilatus: (kommt) Bist du mit ihr zufrieden. Etwas anderes war auf die schnelle hier nicht aufzutreiben.

Claudia: Ich werde sehen, wie sie sich macht. Jedenfalls tut es gut, einmal eine kultivierte Sprache zu hören und nicht nur immer dieses unaussprechliche Hebräisch. Ich habe gehört, dieser HohePriester war schon wieder da?

Pilatus: Du hast richtig gehört. Langsam wird mir dieser Mann lästig.

Claudia: Warum empfängst du ihn auch dauernd. Werf ihn raus oder ins Gefängnis.

Pilatus: Gefängnis ist gut. Deswegen kommt er ja dauernd. Ich soll jemanden einsperren lassen. Diesen Jeshua.

Claudia: Diesen Wanderprediger? Hat der was verbrochen.

Pilatus: Nichts was ich wüßte. Zumindest nichts, was das römische Recht beträfe. Im Gegenteil. Meine Späher haben mir berichtet, er habe die Leute sogar aufgefordert ihre Steuern zu zahlen. Da des Kaisers Bild auf den Münzen zu sehen sei, gehöre ihm das Geld und so sollten sie ihm geben was ohnehin das Seine sei.

Claudia: Kann dieser Priester ihn nicht in sein Tempelgefängnis stecken. Was gehen uns diese innerjüdischen Streitereien an.

Pilatus: Diese Priester haben vor irgend etwas Angst. Deshalb sollen wir dies erledigen. Du hast doch diese jüdische Dienerin, diese Rahel. Kannst du bei ihr nicht einmal in Erfahrung bringen, was das Volk über diesen Jeshua denkt.

Claudia: Wenn ich dir damit einen Gefallen tue, bitte. (ruft) Rahel! Rahel!

Pilatus: Ich danke dir, lass dir ruhig Zeit. Ich habe einen Termin mit den Offizieren der Garnission. Es wird wohl etwas später werden. (ab)

Rahel: (kommt mit Hella) Ihr habt gerufen Herrin!

Claudia: Du warst gestern im Tempel!

Rahel: Ja Herrin.

Claudia: War dieser Jeshua auch dort?

Rahel: Ja Herrin.

Claudia: Erzähle mir von ihm. Wer ist das?

Rahel: Die Leute nennen ihn Rabbi – Lehrer. Eigentlich ist er Zimmermann und stammt aus Nazareth. Er geht von Ort zu Ort und erzählt den Leuten Geschichten. Damit will er ihnen zeigen, was sie falsch machen und was sie tun müssen, um zu Gott zu finden.

Claudia: Ein Geschichtenerzähler, und deshalb wollen eure Priester ihn einsperren? Was erzählt er den für Geschichten?

Rahel: Er nennt sie Gleichnisse. Im Prinzip handeln seine Geschichten immer von der Liebe Gottes zu uns Menschen.

Claudia: Ich höre auch gern Liebesgeschichten. Was soll daran gefährlich oder Böse sein. Besonders mag ich es, wenn es so richtig prickelt. Bei uns Römern und (zu Hella) euch Griechen gibt es auch viele Geschichten, wie die Götter mit Menschen Liebe machten.

Hella: Verzeiht Herrin. Auch ich habe schon einige „Liebesgeschichten“ dieses Jeshua gehört. Seine Geschichten sind etwas anders. Philosophisch gesehen können solche Geschichten schon gefährlich sein.

Claudia: Das mußt du mir erklären, Hella!

Hella: Haltet mich jetzt nicht für von Sinnen. Ich will es mal so sagen: Wenn die Menschen wissen, das es einen Gott, einen mächtigen Gott gibt, der sie mit all seiner Macht bedingungslos liebt, der sie hält und führt, dann ist diesen Menschen alle Angst genommen. Und falls er ihnen dann auch noch all ihre Schuld abnimmt, dann sind diese Menschen unregierbar für die Mächtigen dieser Welt.

Claudia: Wieso das?

Hella: Schuld und Angst machen den Menschen führbar und verführbar. Ohne diese beiden ist der Mensch frei. Nicht nur befreit, sondern frei. Solche Menschen müssen dann niemanden mehr etwas beweisen, sie wissen dann, was sie wert sind. Das sagen die Philosophen.

Wachsoldat: Frau Claudia, ein Händler will euch sprechen. Er sagt, er sei Römer!

Claudia: Wie ist sein Name?

Wachsoldat: Claudius Denarius

Claudia: Lasst ihn ein!

Wachsoldat: Jawohl!

Claudius: Verzeiht mein Eindringen und meinen Aufzug. Aber es ist etwas unglaubliches Geschehen.

Claudia: Ihr seid ja ganz aus dem Häuschen. Setzt euch erst einmal und beruhigt euch. Hella, Rahel, bringt etwas zum erfrischen für unseren Gast. (beide ab)

Claudius: (lässt sich auf einen Stuhl fallen) Sowas würde in Rom nie geschehen. Das gibt es nur hier am Ende der Welt.

(Hella und Rahel kommen wieder, mit einer Schüssel Wasser, einem Handtuch, sowie Trinkerei und Obst, Claudius erfrischt sich und trinkt dann etwas)

Claudia: Nun redet, was ist geschehen. Ich kann mich nicht erinnern, euch jemals so aufgeregt gesehen zu haben.

Claudius: Es ist unfassbar. Stellt euch nur vor, was auf diesem Tempelmarkt geschehen ist. Aber der Reihe nach. Ich bin heute morgen schon früh an meinen Stand gegangen. Ich hatte auch bald gute Geschäfte gemacht. Wirklich, ich muß sagen der Tag ließ sich gut an. Die bevorstehenden Festtage sind ein wahrer Segen für die Branche. Aus aller Welt kommen Juden zu diesem Fest, sie haben Münzen aus aller Welt. Und sie müssen diese Münzen in das Tempelgeld umtauschen. Große Nachfrage – Guter Wechselkurs. Ich hatte vorgesorgt und rechtzeitig genügend Münzen aufkaufen lassen und konnte somit bald den Kurs und Zins allein festlegen. Ein hervorragendes Geschäft.
Plötzlich tauchte dieser Rabbi auf, ihr wisst schon, dem die Leute so nachlaufen. Er kam heran und plötzlich fing er an zu toben. Er riß einem Viehhändler die Peitsche aus der Hand und begann damit um sich zu schlagen. Er öffnete die Viehkäfige. Ach was, er zertrümmerte sie. Bald rannte alles durcheinander, Schafe, Schweine, Ziegen, Hühner. Ein riesiges Chaos. Dann begann er unsere Bänke und Tische umzustoßen. All das schöne Geld flog durcheinander. Was haben wir unschuldigigen Geldwechsler ihm nur getan? (holt Luft)

Claudia: Und die Tempelwache? Ist die nicht eingeschritten?

Chlaudius: Tempelwache!? Kurz vorher waren die noch an meinem Stand vorbeigekommen. Doch plötzlich waren die verschwunden und wurden nicht mehr gesehen. Und dieser Rabbi tobte und tobte. Ich habe zwar nicht alles verstanden, war er geschrien hat, – mein hebräisch ist nicht so gut – aber einiges schon. Ihr Räuber, Diebe, Mörder! Was habt ihr aus meines Vaters Haus gemacht? Eine Räuberhöhle! – Es waren Beschimpfungen übelster Art. Wenn man bedenkt, nicht jeder darf dort handeln. Nur wer es sich leisten kann erhält dort die Genehmigung. Und er beleidigt, beschimpft uns. Es ist unfassbar. Und das schlimmste ist, wir sind Ruiniert. Ich bin Ruiniert. Ich stehe vor dem Nichts.

Claudia: Das ist schlimm. Ich werde es sofort Pilatus berichten, wenn er wiederkommt. Du kannst natürlich bei uns im Palast bleiben.

Claudius: Ich danke dir. Wenn du erlaubst, würde ich mich jetzt zurückziehen.

Claudia: Rahel, bringe Claudius ins Gästezimmer.

Rahel: Ja Herrin. (zu Claudius) Wenn Ihr mir folgen wollt. (beide ab)

Claudia: Was hälst du davon, Hella?

Hella: Mit verlaub, mir erscheint die Tat dieses Rabbi nur folgerichtig.

Claudia: Wie bitte? Findest du das etwa gut und richtig, angesehene Bürger wie Claudius Denarius zu beleidigen und zu ruinieren.

Hella: Verzeiht, ich glaube nicht, das er demnächst am Hungertuch nagen wird. Aber was seinen Berufsstand betrifft, möchte ich gern einen alten Griechen zitieren.

Claudia: Sprich!

Hella: Der Wucherer ist mit vollstem Recht verhaßt, da bei ihm das, was zum Erwerb und Tausche ward erfunden, selbst wird zur Quelle des Erwerbs. Und durch den Wucher dann geschieht, das ein doch totes Ding sich selbst gebiert. Und eines solchen toten Dinges Leibesfrucht, wird, wenn sie nicht aufgehalten, den Tod wohl über alles Leben bringen.

Claudia: Erläre mir das!

Hella: Geld ist das tote Ding. Aber auf wundersame Weise, wider jede Natur, kann es das tun, was sonst nur dem Lebendigen vorbehalten ist, sich vermehren.

Claudia: Ich werde einmal darüber nachdenken. Begleite mich auf mein Zimmer. (beide ab)

Eine verhüllte Gestalt – Osabbi Ben Levin – betritt vorsichtig den Raum und versteckt sich, als Rahel zurück kommt

Osabbi: Psst! Psst!

Rahel: (erschrickt, schaut sich um und erkennt Osabbi) Osabbi! Was machst du hier?

Osabbi: Ich muß dich sprechen. Kann uns hier jemand hören?

Rahel: Nein. Es sind alle auf ihren Zimmern. Und die Leibwache ist in der Küche.

Osabbi: Das ist gut. Höre zu. Es ist wichtig!

Rahel: Wie bist du hier hereingekommen? Warum treffen wir uns nicht so wie sonst. Ist es nicht zu gefährlich, überall sind Soldaten!

Osabbi: Und ich habe überall meine Helfer. Schweig jetzt. Ich habe wenig Zeit. Morgen Abend werden die Tempelwachen diesen Jeschua verhaften.

Rahel: (entsetzt) Nein! Warum?

Osabbi: Es muß sein. Ich habe organisiert, daß dies problemlos ablaufen wird. Die Priester werden bei Pilatus die Todesstrafe beantragen. Er ist ihnen ohnehin ein Dorn im Auge. Ich muß alles erfahren, was dann hier gesprochen wird.

Rahel: Warum tust du das?

Osabbi: Als der erwartete Messias muß er uns von den Römern befreien. Aber er macht keinerlei anstalten dazu. Aber er wird es tun, wenn DIE ihn ans Kreuz nageln wollen. Oder hast du schon mal jemanden gesehen, der sich freiwillig töten läßt? – Na also.

Rahel: Was ist aber, wenn er nicht so handelt wie du es dir wünscht? Vielleicht bis du ja dann eher eine Figur in seinem Spiel statt er in deinem.

Osabbi: Rede jetzt nicht auch noch wie dieser Judas. Ach, davon verstehst du einmal nichts. Tu, was ich dir aufgetragen habe. Unsere Zukunft hängt davon ab. Komm Morgen gegen Mitternacht zu unserem Treffpunkt und berichte mir. Ich muß los, tschüß! (ab)

Rahel: Oh mein Gott. Was ist nur mit diesen Menschen los. Wann endlich hört dieser Haß und dieses Töten auf. Wird es wirklich vorbei sein, wenn die Römer unser Land verlassen oder finden sich dann neue „Feinde“? (ab)

5. Bild – im Palast, ein neuer Tag

Claudia und Claudius kommen wie alte Freunde eingehakt.

Claudia: Mein lieber Claudius. Ganz so ruiniert bist du also doch nicht.

Claudius: Mitnichten, ein wenig vorgesorgt hatte ich schon. Auch wenn der Verlust schon recht empfindlich ist.

Claudia: Und ich hätte es wirklich fast geglaubt. Du hast es aber auch perfekt gespielt. Wo hast du das gelernt.

Claudius: In Rom. Von einem Sklaven. Er stammte aus dem Norden, von jenseits der Alpen. In seiner Heimat ist es Brauch, das derjenige König wird, welcher seinen Mitbürgern am glaubhaftesten weismachen kann, wie schlecht es ihm geht. Aber um es mit der Kunst des Jammerns weit zu bringen, braucht man viel Zeit und Geld. Ein wirklich armes Schwein kann also nie König werden.

Claudia: Diesen Sklaven könntest du mir mal leihen.

Claudius: Das geht leider nicht. Irgenwann konnte ich sein gejammer nicht mehr mit anhören und habe ihn an den Zirkus als Löwenfutter verkauft.

Claudia: Die armen Löwen.

Claudius: Das kannst du laut sagen. Er hat drei Löwen getötet ehe er gefressen wurde. Und das ohne jede Waffe.

Claudia: Mit den bloßen Händen?

Claudius: Nein, mit Jammern. Die Löwen sind vor Mitleid gestorben. Der vierte dann war zum Glück taub. – Ha, ha, ha (lacht)

Pilatus und Romulus kommen

Pilatus: Schön das wenigstes ihr noch lachen könnt. Mir ist das Lachen vergangen.

Claudia: Du siehst aus wie schlecht geschlafen.

Pilatus: Ich habe auch nicht schlafen können. Diese Priester haben mir diesen Jeschua anschleppen lassen. Sie wollen, das ich ihn kreuzige.

Claudius: Recht so, dieser Mann ist allgemein gefährlich. Oder hast du vergessen, wie er sich auf dem Tempelmarkt aufgeführt hat.

Pilatus: (gereizt) Habe ich nicht, ist aber auch nicht mein Zuständigkeitsbereich. Dein „Tempelmarkt“ ist Tempelbezirk und damit ein rein jüdisch autonomes Gebiet. 2tens, du bist Römer und hattest dort eigentlich gar nichts zu suchen.

Claudius: Ich bin in erster Linie ein international tätiger Kaufmann.

Pilatus: Gut das du das sagst, wenn schon, dann bin ich maximal für röm. Kaufleute zuständig.

Claudius: Darf ich dich daran erinnern …

Pilatus: Entschuldige! Meine Nerven liegen blank.

Claudius: In Ordnung. (reicht Pilatus die Hand) Amigo!

Pilatus: (Schlägt ein) Amigo!

Romulus: (schlägt durch) Amigos! – Was machen wir jetzt mit diesem Jeshua?

Pilatus: Wenn ich das wüßte. Ich will ihn nicht kreuzigen. Allein schon, weil diese Priester dann mit ihren Drohungen gesiegt hatten.

Claudia: Sie haben dir gedroht?

Pilatus: Ja! Das war der reinste Zirkus heute Nacht. Das erstemal habe ich sie ja nach einer Weile mitsammt ihrem angeblichen König der Juden wegschicken können. Zwei Stunden später waren sie zurück. Und jetzt habe ich ihn wieder am Hals.

Romulus: Ihre Anschuldigungen sind aber nicht von Pappe. Die Liste der angeblichen Gesetzesverstöße ist lang. Dann noch Aufruf zur Aufruhr, Gotteslästerung …

Pilatus: Ach was. Ich habe diesem Mann in die Augen gesehen. Und auf meine Menschenkenntnis konnte ich mich bisher immer verlassen. Der ist weder kriminell noch politisch eine Gefahr. Und Gotteslästerung? Wir Römer selbst haben unzählige Götter, die sich nicht grün sind. Wenn wir deshalb jedesmal die Anhänger des anderen Gottes kreuzigen wollten wären wir ausgestorben.

Claudia: Was sagt der Beschuldigte selbst dazu?

Romulus: Nichts!

Claudia: Nichts?

Pilatus: Nichts! Nur einmal sagte er auf die Frage: Bist du der Sohn Gottes – „ich bin es“. Das war alles.

Claudius: Was wirst du jetzt tun?

Pilatus: Ich weiß es nicht!

Claudius: Verurteile ihn. Bisher hast du dich nie schwer getan mit einem Todesurteil. Sohn Gottes hin – Sohn Gottes her. Ich sage dir, dieser Mann ist eine wirkliche Gefahr für uns. Er redet zu viel über Mammon. Nicht so wie die, die nie genug davon bekommen. Nein, er redet wie einer, der alles durchschaut. Vor keinem Dämon warnt er sonst so eindringlich. Und das ist die Gefahr. Wenn der Plebs da draußen anfängt darüber nachzudenken und das System, von dem wir leben zu verstehen beginnt, dann haben wir noch vor morgen früh einen Aufstand, Revolution.

Claudia: Lass doch das Volk entscheiden. Damit könntest du allen zeigen, das nicht nur die Griechen was von Demokratie verstehen, sondern auch wir uns hinter Mehrheiten verstecken können. Es war doch bisher so, das zu diesem Fest die Leute entscheiden konnten welcher Gefangene begnadigt werde sollte. Wenn ich an den Jubel letzte Woche denke …

Romulus: … dann ist die Entscheidung doch schon gefallen. Stelle ihm doch einfach dem Berüchtigsten deiner Kerkerinsassen gegenüber. Und schon dürfte alles in deinem Sinne laufen. Und die Priester haben das nachsehen.

Pilatus: Den Versuch ist es wert. — Barabas. – Barabas – es gibt eigentlich keine Straftat, die man ihm nicht vorwerfen könnte. Ich werde den Plebs fragen: Barabas oder Jeshua? Barabas oder Jeshua!

Pilatus geht nach draussen, die anderen verharren schweigend, aber gespannt neugierig. Dann sind Stimmen von draussen zu hören, welche zu einem Chor anwachsen

Stimmen: Barabas – Barabas – Barabas – …

Claudius: (aufatment) Hui, ich bin erleichtert! Echt, ich bin erleichtert!

Pilatus: (kommt wieder) Romulus, laß alles für die Kreuzigung vorbereiten. Ich möchte dich bitten, das du die Hinrichtung leitest.

Romulus: Dafür wäre aber wohl die örtliche Garnission zuständig.

Pilatus: Schon, aber wenn es sich die Leute im Nachhinein anders überlegen – Deine Einheit ist in Tyrus

Romulus: Zu Befehl! (ab)

Claudia: Was ist mit den Leuten geschehen. Ich verstehe den Sinneswandel nicht.

Pilatus: Das ist das Risiko einer Demokratie. Mit der richtigen Phsychologie und genug Geld kann man auch große Massen dazu bringen, selbst Mord und Todschlag als Tugenden zu betrachten. Und zum Gesetz dann zu erheben. Claudia, lass mir bitte eine Schüssel mit Wasser bringen! Ich werde noch einmal hinaus gehen vor das Volk. Ich muß noch allen zeigen, daß das Blut von diesem Jeshua nicht an meinen Händen klebt. (beide ab- Claudius folgt Ihnen in einem Abstand)

6. Bild In den Bergen

Rahel: (ruft leise) Osabbi! Osabbi!

Osabbi: Wen bringst du hier mit?

Rahel: Das ist Hella, sie ist Sklavin bei Pilatus. Bitte hilf ihr, sie ist Griechin, sie möchte nach Hause.

Osabbi: Ich will sehen, was ich tun kann. Weißt du, wo Judas ist.

Rahel: Er wird nicht mehr kommen, er hat sich erhängt.

Osabbi: Der Narr! Er ist genauso ein Narr wie ich!

Rahel: Was ist los mit dir?

Osabbi: Schau dir diese Hände an! Weißt du, wieviele Römer durch diese Hände getötet wurden? Weißt du, in wieviel Blut diese Hände gebadet haben. Es waren Legionen. Und was siehst du?

Rahel: Nichts!

Osabbi: Kein Blut?

Rahel: Kein Blut!

Osabbi: Genau, es ist weg! Und dabei haben sie vor Blut getrieft. Einfach weg. Abgewaschen!

Rahel: Was ist mit dir los?

Osabbi: Ich war auf Golgatha. Ich habe gewartet. Bis zuletzt habe ich gewartet. Auf ein Zeichen. Darauf, das er vom Kreuz steigen würde und es allen zeigt: Seht, ich bin Gottes Sohn, Euer Messias, euer Retter, folget mir, verjagt die Fremden. Statt dessen ruft er: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Und einem Mitgekreuzigten verspricht er: Ich sage dir, du wirst noch heute mit mir im Paradies sein. Und dann, dann hat er mir kurz, ganz kurz ins Gesicht gesehen. (schweigt)

Hella: (zu Rahel) Was hat er?

Osabbi: Was ich habe, Ich habe Gott getötet. Verstehtst du das? Ich! Wegen mir kam er ans Kreuz. Ich wollte ihn benutzen. So wie ich tausende benutzt habe. So wie ich jeden in meiner Umgebung benutzt habe. Plötzlich mußte ich schreien, nicht laut, sondern unhörbar für andere. Verzeih! Vergib mir, hab ich geschrien. Und er, er antwortete, wohl auch nur für mich hörbar: Ich vergebe dir!

Hella: Oh ihr Glücklichen. Solch einen Gott wünsche ich allen Völkern. Verstehst du denn nicht. Seine Geschichten von der endlosen Liebe seines Vaters. Und er, er opfert sich und vergibt euch gleichzeitig. Das heißt, er nimmt euch alle Eure Schuld. Nur ein Volk, das solch einen Gott seinen Herrn nennen kann ist frei. Wirklich frei.

Osabbi: Aber er ist Tod! Am Kreuz gestorben und ich habe auch gesehen, wie sie ihn in Grab gelegt haben.

Rahel: Mag sein, aber sein Grab ist leer.

Osabbi: Leer?

Hella: Wir haben Frauen aus seinem Gefolge getroffen. Sie berichteten es. Und auch von einem Engel, welcher es Ihnen gesagt hat.

Rahel: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?, hat dieser sie gefragt.

Hella: Pilatus lasst ebenfalls nach ihm suchen.

Rahel: Und wir haben von seinen Freunden gehört, das sie ihn bereits getroffen haben. Lebend.

Osabbi: Natürlich, ich Narr. Der Sohn Gottes, wie sollte er auch …. Natürlich lebt er, und ich werde ihn finden. (ab)

Rahel: He, und Hella?

Hella: Laß nur. Er tut recht ihn zu suchen. Und ich, ich möchte euren Gott auch gern kennenlernen. Komm! (beide ab)

E N D E

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